Gute Luise

Die Gute Luise von Avranches

eine alte Birnensorte aus Frankreich

1778 entdeckte Monsieur de Longueval in einem Garten im französischen Avranches zufällig einen kleinen Birnenbaumsämling. Er nannte die Sorte Bonne de Longueval und widmete sie seiner Frau Luise. Andere Namen sind Prinz von Württemberg, Französische Rousselet und William IV, aber in Deutschland ist diese Birne als „Gute Luise“ bekannt.

Ich widme den allerersten Beitrag in diesem Blog dieser Birne, die es vielleicht weiter flüstert an Luise mit der sie seit 250 Jahren verbandelt ist. Wenn ich eine Gute Luise auf dem Markt kaufe, steckt in dieser Birne nicht nur eine lange Geschichte, sondern sie ist auch Ausdruck für die sinnliche Verbindung zwischen dem Menschen und seiner Nahrung. Monsieur Longueval gab dieser Birne vielleicht alle guten Wünsche und Gefühle mit auf den Weg, die er auch für seine Frau hatte.

Die Gute Luise ist eine kleine bis mittelgroße grüne Tafelbirne mit festem süß-säuerlichem sehr aromatischem Fruchtfleisch. Auf der Sonnenseite ist sie gelblich-braunrot. Sie wird im September pflückreif geerntet und ist nach wenigen Tagen genussreif. Beim Einkauf darauf achten, dass der Stil noch an den Früchten ist.

Neben ihrer Eigenschaft als Tafelbirne, die frisch gegessen werden kann, eignet sich die Gute Luise auch als Dörr- oder Hutzelbirne und für Kompott.

Birnen reifen schneller, wenn sie mit Äpfeln zusammen liegen. Sie sind reich an Eisen, Kalium und Phosphor.

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By |2017-04-04T00:25:30+00:00Freitag, Oktober 7, 2016|2 Comments

2 Comments

  1. Rachel 8. Oktober 2016 at 22:23 - Reply

    Liebe Katrin,
    Ich fühle mich sehr geehrt, den aller ersten Kommentar auf Ihrem Foodblog posten zu dürfen!
    Der primäre Eintrag, der Guten Luise macht einen sehr schönen, ordentlichen und interessanten Eindruk.
    Als einzige Frage offen geblieben ist: Haben Sie ein bewährtes Rezept für mich, bei dem ein paar Birnen,
    der Art „Gute Luise“ verwendung finden können?
    Ich freue mich jetzt schon auf Ihre Antwort und bin gespannt,
    welche Obstbiographien als ächstes zu lesen sind.

    Herzliche Grüße, Rachel Merle 🙂

    • katrin 9. Oktober 2016 at 18:28 - Reply

      Liebe Rachel, vielen Dank für deinen netten Kommentar. Leider haben wir hier alle gute Luise Birnen aufgegessen, – die waren echt lecker, bevor überhaupt der Gedanke an eine Weiterverarbeitung aufkam. Jetzt habe ich sie auf dem Markt nicht mehr gesehen. Die Saison ist leider kurz. Aber es sind natürlich einige andere Rezepte bereits in Arbeit und werden demnächst erscheinen. Es ist zugegebenermaßen noch sehr leer hier. Also, es wird sich bald was tun. Versprochen.

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